Verfasst von: alexstengelin | 2. Juli 2009

Webseiten der Zukunft- Muchas Maracas AXE

Gerade eben habe ich via @butterplanet den Link zur Webseite des neuen Duschgels von AXE – Hot Fever bekommen: Muchas Maracas

Muchas Maracas - AXE Hot Fever - Webseite

Muchas Maracas - AXE Hot Fever - Webseite

Mal abgesehen davon, dass gleich wieder einige „DUMM“, „SEXISTISCH“, „FRAUENFEINDLICH“ schreien, finde ich die Seite ansich einfach genial. as was die Agentur Dokyo mit ihrer Internetagentur LA RED für ihren Kunden AXE erstellt hat, ist ein Blick in zukünftige Webwelt sein. Film- und Internetseiten verschmelzen immer weiter. Es geht nicht mehr um einen statischen Player, der ein Filmchen abspielt. Die ganze Seite ist ein einziger Film. Letztes Jahr hat Coca-Cola schon mit ihrem Coke Zero Game schon zu Fussball EM 2008 ein sehr geilen Mix aus Film und Game bereit gestellt. Aber das ist jetzt eine Webseite, die komplett als Film abläuft… ich find´s sehr sehr geil!

Ich denke in Zukunft wird das noch viel viel mehr kommen. Es wird ja schon ewig diskutiert, wann das Internet und das Fernsehen Eins werden. Werbung zwischen Filmen könnte in Zukunf im TV so ablaufen, wie jetzt schon die Webseite von AXE und ihren Maracas! Wie toll das wird, wenn man sich von Werbung nicht mehr berieseln lassen muss, sondern mitwirken kann und mitten drin ist.

Mir gefällt sowas!

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Verfasst von: alexstengelin | 24. Juni 2009

Southside 2009: Videos, Bilder und schmerzender Rücken

Mein Southside Festival kam dieses Jahr leider nicht an 2008 ran. Das lag natürlich hauptsächlich an meinen Schmerzen durch meinen Unfall und dem schlechten Wetter! Dennoch war es genial gut. Auch wenn dieses Jahr für mich eher das Highlight auf dem Zeltplatz lagen, wie auch hier beschrieben wird.

Southside 2009 Konzert im Regen

Southside 2009 Konzert im Regen

Besonders geil fand ich diese Gumminball Aktion auf dem Southside 2009, in die ich reingestolpert bin. Aber auch einige Konzerte waren der Hammer!

Hab hier auch ein paar Videos die ich von Den Ärzten, Fettes Brot und Kings of Leon gemacht hab. Leider konnte ich nicht viel mehr Konzerte anschauen, vor allem nach dem Samstag. Mein Rücken war total verspannt.

Verfasst von: alexstengelin | 14. Juni 2009

Zustandsbericht

Es geht!

Ich  war ein gesunder Mensch – immer. Konnte mich glücklich schätzen nie an längeren Erkrankungen, Verletzungen oder Wunden heilen zu müssen. „Es geht“ gab es eigentlich nie. Mir ging es immer hervorragend!

Mein Unfall ist nunmehr 16 Tagen her und ich werde ungeduldig. Ich bin es nicht gewöhnt krank zu sein. Ich bin glücklich – ich muss es sein.  Ich falle 10 Meter tief von einer Leitblanke in eine Unterführung. Im freien Fall werde  ich abrupt von einer Betonwand und meinem Sicherheitsgurt abgebremst … natürlich schmerzt dann die Lunge! Auch noch  16 Tage danach! Das keine Rippe geprellt, gebrochen oder geborsten ist, ist traumhaft. Dass das eingedrückte Dach meines Astras mir nicht den Kopf zerschlagen hat, ist fantastisch. Dass ich weder schwere Knochenbrüche, noch ein Querschnittslehmung oder gar meinen Tod erleiden musste ist kaum vorstellbar schön.

Natürlich bin ich glücklich, dass es so ist, wie es ist, aber jetzt liege ich wach, bin mit Schmerzmitteln einigermaßen auf dem Kurs , aber spüre bei jedem tiefen Atemzug, bei jedem husten oder gar niesen, das meine Lunge fast zerreißt. Das nervt mich. Mittlerweile bilde ich mir sogar ein, dass ich meinen angebrochenen Halswirbel ständig knarren höre und hab das mulmige Gefühl, mein Kopf könnte abfallen.

Natürlich sind das nur Gedanken, aber ich merke schon, dass mich der Unfall langsam einholt. Ich bekomme schon ein seltsames Gefühl, wenn ich als Beifahrer merke, dass wir dem Fahrbahnrand einen Tick zu nahe kommen. Natürlich holt mich der Unfall ein. Ich versuche seit drei Stunden zu schlafen und das einzige, was mich beschäftigt ist dieser verdammte Abflug,  das schlirrende Geräusch auf der Leitplanke und der schwerelos anmutende Fall auf eine, von der Verwitterung schwarz gefärbte Unterführungsmauer.

Naja… jetzt hab ich der ganzen Sache mal etwas Luft gemacht und hoffe nun schlafen zu können. Schließlich bin ich sonst ja ein gesunder junger Mann. Und glücklich bin ich auch!

Verfasst von: alexstengelin | 31. Mai 2009

Der Heimweg von der Webinale

Nach meinem Besuch auf der Webinale und meinen Problemen beim dort hin kommen war der  Flug in Ordnung. Erst nach der Autobahn hatte ich einen Zwischenfall. Nach einer kurzen Unaufmerksamkeit, passierte das:

Alex baut nen Unfall

Zum Artikel

Zum Glück war ich angeschnallt, nicht zu schnell und hatte scheinbar eine Armee von Schutzengeln an meiner Seite. Heute wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen. Ich habe eine Prellung des Brustkorbs und der Lunge sowie einen leicht angebrochenen 4ten Halswirbel. Außerdem einige kleine Kratzer und Blaue Flecken. Aber das ist in Anbetracht meines Abflugs extrem leicht zu verkraften. Im Verhältnis fehlt mir nichts!

Ich freue mich, dass ich am Leben bin und ich keine bleibenden Schäden behalte.

Verfasst von: alexstengelin | 31. Mai 2009

Mein Weg zur Webinale

Montag morgen. Extra schon auf 4 Uhr den Wecker gestellt, damit ich auch pünktlich und ohne Gehetze meinen Flug um 6:50 Uhr von Stuttgart nach Berlin bekomme. Ich hatte aber schon auf der Fahrt im Radio mitbekommen, dass das heute mit dem Fliegen von Stuttgart so eine Sache werden könnte. Die Fluglotsen streikten und nur 25 % der Flüge sollten abgefertigt werden. Naja, dachte ich, ich hab doch fast immer Glück, schließlich hatte ich auch das Ticket zur Webinale gewonnen,  warum nicht auch heute. Und so fühlte ich mich dann, bereits im Flughafen, bestätigt, als mein Flug als einziger der naheliegenden Gates zum Boarding aufgerufen wurden. Als wir dann aber in der Maschine saßen, hat uns der Captaiin persönlich in der Kabine stehend begrüßt und nicht, wie gewohnt, aus dem Cockpit. Wir seien auch vom Streik betroffen und würden wohl erst in ca. 2 Stunden abheben können. Na toll! Das hieß, dass ich den Start des Webinale Startup-Day schon mal verpassen würde.

Da wir ja nicht starteten mussten wir auch nicht unsere „Electronic Divices“ ausschalten und so konnte ich schön twittern, was so alles in Stuttgart am Flughafen passierte. Nach einiger Zeit klingelte dann man Handy! „Hallo, hier ist Hitradio Antenne 1. Ist da der Alex?“ Das Radioteam von Antenne 1 las bei Twitter mit und hatte entdeckt, dass ich einer der Betroffenen bin. Das war Grund genug, um mit mir ein Interview zu führen. Das fand ich schon aml sehr cool! Als dann, nach ca. 2 Stündigem Warten eigentlich unser verspäteter Abflugtermin anstand, meldete sich unser Captain, leider wieder aus dem Cockpit, zu Wort. Es wäre ihm fast peinlich, aber bei den letzten Checks vor dem Abflug sei ein Hydraulikleck entdeckt worden und die Maschine könne wohl heute nicht mehhr fliegen. Wir sollen aber Geduld haben, man würde versuchen eine andere Maschine her zu holen. Das mußte natürlich wieder getwittert werden und prompt rief auch wieder Obermann vom Antenne 1 an. Das zweite Interview an diesem Morgen.

Im Flugzeug wartend im Streik

Im Flugzeug wartend im Streik

Als ich kurz davor war zu sagen: „Leckt mich Leute, ich geh nach Hause!“ (Zitat: Eric Cartman) meldete sich wieder unser Captain und sagte, dass das Leck gefixt sei und wir sofort starten können! Super! Um 11 Uhr, drei Stunden nach der geplannten Ankunft war ich dann endlich in Berlin und konnte zur Webinale!

Verfasst von: alexstengelin | 18. April 2009

Gewinnspiele sind toll!

Gewinnspiele sind online wie offline ein probates Mittel um Aufmerksamkeit zu erzielen. Es gibt aber große Unterschiede zwischen den klassischen Offline-Gewinnspielen von  Verlagen, Radiosendern oder anderen Medien bzw. von Firmen die über Postwurfsendungen oder in Bahnhofsvorhallen auf ihr Preisausschreiben aufmerksam machen und den Gewinnspielen, die online von Unternehmen gemacht werden. Klassische Gewinnspiele sind aufgrund von Druckkosten, Bewerbung und Distirbution sehr aufwendig und dienen oft nur der Aufstockung des Adresspools einer Firma.

Im Web scheint mir das irgendwie anders. Jeder kann ein Gewinnspiel ausrufen und durch die modernen Kommunikationswege erreicht es oft dennoch schnell viele Teilnehmer. Die Online-Gewinnspiele sind immernnoch Werbung, aber sie haben wieder an Reiz gewonnen. Wen kotzen denn die Fragen bei den heutigen TV-Shows nicht an? Blöder und einfacher gestellt als alles, was man sich so vorstellen kann, damit die Dümmsten der Dummen auch ja eine Antwort wissen, anrufen und mit 50 Cent pro Anruf so den Hauptgewinn wieder refinanzieren. Im Web, vor allem im Start-Up Bereich habe ich da ganz andere Erfahrungen gemacht. Es kommt nämlich auf andere Dinge an, als Stumpfsinn und die Freigabe meiner Adressdaten. Schnelligkeit und Kreativität machen die Gewinnspiele aus, die wirklich reizen!

Mir fallen da auch ad hoc einige Gewinnspiele ein, von denen ich ein paar aufzeigen möchte. Zum Beispiel hatte Milos Willing von Trendlupe Anfang des Jahres mit seiner Linkgeiz-Verlosung eine witzige Idee. Jeden Montag wollte er bei Twitter an den schnellsten Re-Twit einen Link für einen Monat auf seiner Webseite verlosen. Hier konnte ich mit hotpotch auch mal gewinnen.

Christian Müller, von den SUN Startup Essentials, hat mir in letzter Zeit dabei sehr großer Freude gemacht. Er rief via Twitter zu einem Gewinnspiel auf, bei dem er Karten zur NEXT Conference verloste. Man musste sich kreativ ausdrücken und aufzeigen, warum Christian gerade einem selbst das Ticket zukommen lassen soll.

Gerade eben hat mich Joel von gründerszene sehr überrascht. Hier wurden zwei Tickets zum StartUp Day auf der Webinale verlost.

Auch die Verlosung von Werleistung vom t3n Magazin, war sehr cool zu verfolgen. Die Einsendungen haben gezeigt, das es viele StartUper cool finden, sich kreativ an Gewinnspielen zu beteiligen. Das sorgt für mehr Aufmerksamkeit und macht allen Beteiligten Spaß.

Man kann nicht immer gewinnen, soll man auch nicht, sonst müssten ja auch immer alle anderen verlieren. Wenn man aber schon Spaß am Mitspielen hat, dann maccht die Teilnahme auch ohne gewinnen Freude. Und das finde ich bei solchen Verlosungen im Web einfach sehr cool!

Verfasst von: alexstengelin | 2. April 2009

„April, April“ ist Marketing geworden

Das gab es ja schon immer. Die Tageszeitungen berichten am 1. April grundsätzlich irgendwelchen Jux und hoffen, dass der ein oder andere darüber redet, nachdenkt oder es vielleicht sogar glaubt. Gestern waren es aber gefühlte 100 Aprilscherze, die von allen Richtungen einsprudelten. Im Twitter durfte man gar nichts mehr glauben. Da haben sich die klassischen Medienhäuser mit einer neuen Aprilscherz-Truppe ein rennen geliefert. Denn nicht nur Medienunternehmen kamen auf die Idee jetzt mal ihre Nutzer zu verarschen. Internet-Startups machen sich das Thema zu nutze. Auf gruenderszene habe ich eine gute Zusammenfassung der Startup-Gags gesehen. Ob Gimahhot, Spreadshirt oder Absolventa, um nur drei zu nennen, alle versuchten durch wilde Behauptungen und Geschichten Leute in den „April zu schicken“. Wobei sich hier mittlerweile die neue Generation des Marketings diesen alten Brauchs angenommen hat. Aprilschersze sind Viral Markting pur! Meine Theorie: „April, April“ ist die älteste Viral Markting Aktion der Menschheitsgeschichte. Man stellt eine Behauptung auf die so absurt ist, das man sie unbedingt weitererzählen muss. Wenn man den Gag erkannt hat und man ihn gut fand, dann umso lieber, um wieder jemand anderen in den Aril zu schicken und dessen Reaktion zu sehen.

Ich fand es lustig zu sehen wie sich manche zum Teil wirklich einen abgebochen haben, um irgendwie den Bezug zu ihrem Unternehmen hinzubringen und wie andere wirklich nette, fast glaubhafte Ideen online stellten und damit voll ins Schwarze getroffen haben. Von Aktionen wie sie YouTube gebracht hat, will ich gar nicht erst sprechen. ebuTuoY gab es zwar schon vorher, aber das einfach mal einige Stunden auf die Prooduktivseite zu stellen, war schon mal ein Gag und ich hab den ganzen Tag über zig mal gehört: „Hey, schau mal auf YouTube!“ Mission erfüllt!

Ich freu mich schon jetzt auf den 1. April 2010 …

Verfasst von: alexstengelin | 17. März 2009

Langsam wird es eng für Verlage

Wie ich eben beim Netzökonom Holger Schmid und bei Meedia gelesen habe, hat Google jetzt weitere acht große Nachrichtenagenturen als Content-Lieferanten gewonnen. Die dpa scheint auch schon in Verhandlungen zu sein. Wenn Google die Nachrichten direkt geliefert bekommt, brauchen sie nicht mehr auf andere Verlage verweisen. So bleiben die User auf der Seite und wichtiger, Google kann Werbung auf dem dann eigenen Content machen.

Was das für die Verlage bedeutet, kann man sich ausrechnen. Zum einen verlieren sie abartig viele Klicks, da ein Großteil des Traffic momentan noch über Google kommt. Und mit den Klicks gehen natürlich auch Werbeeinnahmen flöten. Das Problem ist halt, dass die Auflagen der gedruckten Zeitungen schon seit Jahren rückläufig sind und sich der Internetconten noch nie so gut hat vermarkten lassen, wie die Zeitungseiten. Wenn jetzt aber die Umsätze aus dem Web noch schmaler werden, sieht es echt bald düster aus für die Verlage.

Ziel muss es sein besser zu sein als Google. Die Suchmaschine hat jetzt wichtige Nachrichtenagenturen. Die Verlage haben sich es auch lange Zeit einfach gemacht auch einfach Artikel von dpa oder AP zu übernehmen ohne selbst zu recherchieren. Das rächt sich jetzt. Wichtig wird es sein in Zukunft guten, eigenständigen Content zu liefern und den gezielt zu vermarkten. Für eine 1/1-Seite in der FAZ zahlt man doch sicherlich 20.000 € oder noch mehr. Im Web sind die TKP-Preise im vergleich dazu lächerlich! Man sollte versuchen eine neue Werbeform im Web zu finden. Explizit für guten Nachrichten Content. Eine Werbeform, die ähnlich wie eine 1/1-Seite in der Zeitung oder die Werbepause im TV einen Bruch darstellt, dem der Konsument nicht entgehen kann. Werbebanner am Seiten Rand sieht man doch schon gar nicht mehr. Die Vermarktung von Video-Clips im Web sieht da schon besser aus. Einfach davor einen Spot schalten. Das könnte man auch bei redaktionellem Content machen. Davor oder besser dazwischen eine große Werbefläche schalten, die dann gezielt verkauft wird. So wie es bei Zeitungsanzeigen seit hundert Jahren passiert.

Die Verlage sollten sich nicht so einfach geschlagen geben. Sich fragen, was können wir besser machen als Google! Vielleicht ist das naiv, aber ich denke schon, dass es möglich ist. Damit es nicht wirklich so kommt!

Verfasst von: alexstengelin | 14. März 2009

Geht Prosieben zu weit? Newsflash Fringe!

Gestern bei „Schlag den Star“ hat ProSieben seine Integrität und Seriösität vollkommen verloren. Nicht wegen Raabs abgewandelter neuer Show, sondern wegen einem Newsflash in der Pause. In dem wurde als Braking News berichtet – nicht das wir diese Woche genug Breaking News gehabt hätten – dass in den USA ein super schnell alterndes Baby zur Welt gekommen ist… bla bla… es war eine Werbung für die neue US-Serie Fringe, die ab Montag startet. Die Werbung war schon gut gemacht. Sah echt nach ProSieben Newsflasch aus. Sowieso da sich der Anchoman Michael Marx persönlich hingesetzt hat und das ganze verzapfte!

Ich mag virale Werbung  – das vorne weg – und diese Aktion hat auch gleich gewirkt. Bei uns auf squadhouse.de wurde sofort ein Thema im Forum dazu aufgemacht, von jemand, der dachte es sei echt. Das wird sicher auf einigen Seite passiert sein und schließlich schreibe ich ja auch einen Blog Eintrag darüber. Das war das Ziel. Dieses bediene ich auch mit dem was ich hier tue, ich stelle aber die Frage, ob sowas gut ist für den Sender? ProSieben war jetzt nie für die großartigsten News bekannt, aber das geht doch zu weit. Die nehmen sich so doch jeden Funken an Seriösität!? Und das alles für einen Serienstart? Klar, in letzter Zeit hat ProSieben nicht gerade mit Highlights in Sachen „Neue US-Serien“ gepunktet. Terminator S.C.C. läuft glaub schon gar nicht mehr und leider wird auch Pushing Daisys wenig geguckt. Da muss man doch mal wieder auf die Kacke hauen und den Glauben in fundierten Journalismus auf Prosieben komplett in die Mülltonne treten! Sowas kann man halt nur einmal machen. Danach glaubt einem doch hoffentlich keiner mehr!

Naja, wir werden sehen. Wenn die Serie Mist ist, war es eh umsonst, wenn nicht, dann war die Viral-Kampagne natürlich der totale Erfolg!

Update: Weitere Meinungen dazu:

dwdl.de

blog.designdifferent.org

wayne.interessierts.eu

F.A.Z. – Fernsehblog

Verfasst von: alexstengelin | 12. März 2009

Was mich gestern erschrocken hat!

Gestern war also dieser Amoklauf – schrecklich, traurig, erschütternd. Ich habe das ganze eigentlich ausschließlich über Twitter und die dort kommunizierten Online-Artikel mitbekommen. Es gab praktisch jede Minute neue Meldungen, man war fast irgendwie live dabei, bis das ganze auf einem Parkplatz ein Ende fand. Ich war perfekt informiert, wußte wie viele Tote, welchen Geschlechts, in welcher Abfolge und hatte auch immer wieder Bilder vom Ort des Geschehens gesehen.

Am Abend kommt dann meine Freundin zu mir und sie war immernoch ganz aufgewühlt und geschockt. Klar, war ja Amoklauf. Aber ich hab gar nicht verstanden, warum sie das jetzt so mitgenommen hat. Da hat sie mir erzählt was und wie sie das mitbekommen hat. Nämlich im Fernsehen, mit bewegten und bewegenden Bildern, mit weinenden Eltern, Mitschülern, Lehrern. Das ganze wohl noch mit erschüternden Worten von Journalisten unterlegt.

Da habe ich gemerkt, dass mich das alles nicht so beeindruckt hat. Erst durch die Worte meiner Freundin habe ich die Tragweite erkannt. Ich hatte eine Zahl im Kopf, wie sie mir hundertfach über den Monitor getwittertt wurde – 16 Tote. Ja, 16 Menschen sind dort in und um Winnenden gestorben. Eine Zahl die mir zwar bewußt war, aber nicht welche Tragweite sie hat. Das sind nicht nur 16 Tote. Das sind 16 Schüler, Passanten, Unbeteiligte – sind Töchter, Mütter, Söhne, Freunde von vielen anderen Menschen – trauernden Menschen. Diese sieht man im Fernsehen, diese geben der blosen Zahl ein Gesicht, ein Gefühl – Mitgefühl.

Mitgefühl, welches ich aufgrund meiner Verfolgung der Ereignisse über das Web nicht mitbekommen, nicht erfahren, erfühlt habe. Und ich möchte sowas erfühlen. Ich möchte nicht sagen „Oh, 16 Tote oder sind es jetzt doch 17 … na und!“ Klar sterben jeden Tag unglaublich viele Menschen und klar kann man nicht jeden betrauern, als wäre es die eigene Mutter wäre, aber es gibt ja noch was zwischen Gleichgültigkeit und zerschmeternder Trauer – Betroffenheit und Mitgefühl. Ich habe dieses mitterweile, aber die „Neuen Medien“ konnten mir das nicht vermitteln. Sind hier die Grenzen des Internets?

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