Verfasst von: alexstengelin | 17. März 2009

Langsam wird es eng für Verlage

Wie ich eben beim Netzökonom Holger Schmid und bei Meedia gelesen habe, hat Google jetzt weitere acht große Nachrichtenagenturen als Content-Lieferanten gewonnen. Die dpa scheint auch schon in Verhandlungen zu sein. Wenn Google die Nachrichten direkt geliefert bekommt, brauchen sie nicht mehr auf andere Verlage verweisen. So bleiben die User auf der Seite und wichtiger, Google kann Werbung auf dem dann eigenen Content machen.

Was das für die Verlage bedeutet, kann man sich ausrechnen. Zum einen verlieren sie abartig viele Klicks, da ein Großteil des Traffic momentan noch über Google kommt. Und mit den Klicks gehen natürlich auch Werbeeinnahmen flöten. Das Problem ist halt, dass die Auflagen der gedruckten Zeitungen schon seit Jahren rückläufig sind und sich der Internetconten noch nie so gut hat vermarkten lassen, wie die Zeitungseiten. Wenn jetzt aber die Umsätze aus dem Web noch schmaler werden, sieht es echt bald düster aus für die Verlage.

Ziel muss es sein besser zu sein als Google. Die Suchmaschine hat jetzt wichtige Nachrichtenagenturen. Die Verlage haben sich es auch lange Zeit einfach gemacht auch einfach Artikel von dpa oder AP zu übernehmen ohne selbst zu recherchieren. Das rächt sich jetzt. Wichtig wird es sein in Zukunft guten, eigenständigen Content zu liefern und den gezielt zu vermarkten. Für eine 1/1-Seite in der FAZ zahlt man doch sicherlich 20.000 € oder noch mehr. Im Web sind die TKP-Preise im vergleich dazu lächerlich! Man sollte versuchen eine neue Werbeform im Web zu finden. Explizit für guten Nachrichten Content. Eine Werbeform, die ähnlich wie eine 1/1-Seite in der Zeitung oder die Werbepause im TV einen Bruch darstellt, dem der Konsument nicht entgehen kann. Werbebanner am Seiten Rand sieht man doch schon gar nicht mehr. Die Vermarktung von Video-Clips im Web sieht da schon besser aus. Einfach davor einen Spot schalten. Das könnte man auch bei redaktionellem Content machen. Davor oder besser dazwischen eine große Werbefläche schalten, die dann gezielt verkauft wird. So wie es bei Zeitungsanzeigen seit hundert Jahren passiert.

Die Verlage sollten sich nicht so einfach geschlagen geben. Sich fragen, was können wir besser machen als Google! Vielleicht ist das naiv, aber ich denke schon, dass es möglich ist. Damit es nicht wirklich so kommt!

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