Verfasst von: alexstengelin | 10. März 2009

Start-up-camp in Köln

Am letzten Freitag waren Matze und ich in Köln beim start-up-camp, das von Thierhoff Consulting und Sun Microsystems organisiert wurden. Hier nochmal Danke an Dr. Kai Thierhoff und Christian Müller – die Organisation war super!

Logo start-up-camp Köln

Logo start-up-camp Köln

Die Workshops zum Thema „Web 2.0 und Venture Capital – Haftungsfragen und Chancen“ sowie „Geschäftsmodelle: Geldverdienen im Web 2.0“, die ich besucht habe, fand ich sehr informativ! Gerade zu den Haftungen im Web 2.0 konnte ich einige neue Dinge erfahren. Da  Web 2.0 Unternehmen zwar die User den Content produzieren lassen, haften sie zwar nicht automatisch bei Missbrauch, allerdings profitieren die Unternehmen auch von dem Content und haben daher ein hohes Mass an Prüfungspflicht. Vor allem in Sachen Jugenschutz gibt es in Deutschland die härtesten Vorschriften weit und breit. Auch spannend fand ich, dass sich Website-Betreiber, die sich den Content der User zu eigen machen (Diskussion Facebook AGB), Haftungstechnisch ganz schön ein Ei legen. Wenn man sagt „Mir gehört der Content, den meine User produzieren!“, dann haftet man auch für den Content, den die User produzieren!

Am Nachmittag wurde dann der „Champ of the camp“ gesucht. Start-Ups konnten sich präsentieren und konnten dann von den Anwesenden gewählt werden. Ich fand einige Ideen ganz interessant, aber keine hat mich umgehauen. Was ich krass fand, dass einige Ideen wirklich – es tut mir Leid – keinerlei Konzept dahinter hatten. Man konnte schon einen groben Nutzen erkennen, wenn es dann aber an das Thema Dauerhafternutzen oder gar Monitarisierung ging, war schnell nicht mehr viel außer einfacher Bannerwerbung. Damit lockt man halt heutzutage echt niemanden mehr hervor. Aber es gab auch recht spannende Ideen. Die Gewinner zum Beispiel – CaptchaAd. Camptchas sind diese Hieroglyphen-artigen Zeichen, Worte, Zahlen, die man eingeben muss, bevor man sich irgendwo anmelden, eine Nachricht verschicken oder ein Gästebuch-Eintrag machen kann. Diese Dinger dienen den Spamschutz und sind oft recht schwer zu lesen und unsexy! CaptchaAd machen aus den Hieroglyphen Werbeflächen. Man bekommt eine Werbeanzeige angezeigt und muss dann eine, in der Werbung beantwortete, Frage beantworten. So setzt man sich a.) recht intensiv mit der Anzeige auseinander und hat es b.) einfacher das Richtige einzugeben. Für die Unternehmen könnte das aus dem ersten Grund natürlich doppelt interessant sein. Nicht nur angezeigt werden, sondern es wird sich sogar mit dem Produkt auseinandergesetzt. Das Problem ist hier das bei CaptchaAd, bisher noch auf Affiliate-Angebote zurückgegriffen wird. Das also erst Umsatz erzielt wird, wenn aufgrund des Links hinter der Anzeige ein Kauf getätigt wird. Aber so wie ich Michael Keferstein und seine Kollegen verstanden habe, sollen hier auch bald TKP bzw. CPC Kampagnen laufen.

Die Party danach haben wir uns dann nicht lange gegeben. Zum einen waren schon viele nach dem langen Tag gegangen und dann ist der Männeranteil bei Internet-StartUps schon enorm hoch. Daher kommt bei so einer Party schon recht schwer Stimmung auf. Aber das tut der tollen Veranstaltung echt keinen Abbruch! Hat sich auf jeden Fall gelohnt!

Video vom Start-up-Camp

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Responses

  1. Hi Alex,
    danke für den schönen Blog-Eintrag. Ich sitze grade am Online-Umfragetool, morgen geht die email an alle Teilnehmer mit den follow-up Infos zu Fotos, Videos, Feedback, Online-Umfrage etc. raus.

    Ciao & machs gut
    Christian

    Startup Community Manager
    Sun Microsystems
    http://www.sun.de/startup


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