Verfasst von: alexstengelin | 6. Dezember 2010

Warum ich Schneechaos nicht total schlecht finde!

50 cm Neuschnee

50 cm Neuschnee

Gestern Abend und heute Nacht war es mal wieder soweit (eigentlich immernoch, Stand: 06.12.2010 – 9:30 Uhr): Es schneit und schneit und schneit. 50 cm in Tuttlingen – Schneechaos in Süddeutschland. Und dann geht erstmal nichts mehr. Stau in allen Ortseinfahrten, keine Parkplätze, kaum freie Wege, höchstens freie Hauptstraßen, jeder kommt zu spät, viele müssen Schneeschippen, Autos rutschen durch die Gegend, nichts läuft wie es soll, kein Ende in Sicht und was passiert:

Die Leute sind freundlich wie sonst nie!

Ich finde das super (nicht das Schippen, die Verspätungen und die Gefahren auf den rutschigen Straßen usw.), sondern dass die Leute freundlich sind! Beim Schippen heute Morgen, wurde ich von JEDEM, der vorbei lief freundlich gegrüßt – daran ist sonst nicht zu denken. Beim Schippen kam mein Nachbar vorbei und hat gleich  gefragt, ob er helfen kann. Das ist doch klasse! Ein Bekannter hat mir erzählt, dass er gerade eine Stunde rumgefahren ist, um einen Parkplatz zu finden und dabei im Schnee stecken geblieben ist. Bevor er nur aussteigen konnte standen schon drei Leute an seinem Auto und haben sein Auto angeschoben. Er konnte weiterfahren.

Solche kleinen Krisen bringt die Leute einfach einander näher. Man sitzt im selben Boot, man kann eh nichts daran ändern – dann kann man auch freundlich sein! Ich find´s schön und geh jetzt nochmal ne Runde Schnee räumen

Verfasst von: alexstengelin | 28. September 2010

20 Jahre Deutsche Einheit feiern

Nun sind es am 3. Oktober also 20 Jahre deutsche Einheit und wen interessiert´s? Scheinbar keinen! So kommt es mir zumindest vor! Die Zeitungen berichten nicht groß darüber, im Fernsehen sieht man fast nichts und im Web wird man auch nicht damit bombardiert.

Ich finde das ist absolut ein Grund zu feiern! In anderen Ländern wird jedes Jahr der Nationalfeiertag gefeiert als gäbe es kein Morgen! Ist unsere Friedliche Revolution schlechter als die anderer Nationen? In der Schweiz hängen schon Wochen vor dem 1. August an jeder Laterne Fahnen mit Schweizer Kreuz und jeweiligem Kantonswappen. Am Abend des 1. August wird dann jedes Jahr Feuerwerk über dem ganzen Land abgebrannt. Und was ist am 4. oder 14. Juli in den USA oder in Frankreich los! Da feiert man richtig groß und zeigt der Welt wie stolz man auf das ist, was an diesem Tag erreicht wurde. Für mich steht die Wiedervereinigung in einer Reihe mit dem Unabhängigkeitstag in den USA oder dem Sturm auf die Bastille. Nur weil die Daten länger her sind und 234 bzw. 221 Jahre auf dem Buckel haben heißt das doch nicht, dass wir mit unseren mageren 20 Jahren nicht feiern dürfen. Sicher gab es Zeiten in Deutschland, in denen auch schon Fahnen an jedem Mast gehangen sind, aber diese sind lange vorbei und 90 % unserer Bevölkerung kennt diese Zeiten nur von Bildern oder Erzählungen. (Ja, wir dürfen diese Zeiten nicht vergessen und sie waren schrecklich, aber das ist doch kein Grund) Zur Fußball-WM geht es ja auch! Da ist auch jeder Stolz auf sein Land und das nur weil 23 deutsche Kicker tollen Fußball spielen. 1989/90 haben sich ca. 17 Mio. Menschen nach 40 Jahren ihre Freiheit zurück geholt und haben das deutsche Volk wiedervereinigt! Das hat doch einen anderen Stellenwert als Fußball! Natürlich gibt es auch ein paar Kritikpunkte an der Wiedervereinigung, die auch Dr. Wolfgang Herles im Kennzeichen Digital Blog aufgreift, aber diese stehen bei weitem nicht im Verhältnis zu der Tatsache, dass die Deutsche Wiedervereinigung ein weltweites Zeichen für Freiheit und Frieden darstellt und dann von uns nicht mal richtig gefeiert wird.

Pro „Fahne raus für 20 Jahre deutsche Einheit“!

Edit:

Diskussion auf squadhouse.de

Verfasst von: alexstengelin | 6. Juli 2010

Warum StudiVZ den Wechsel zu Facebook einfach macht

StudiVZ macht Buschfunk zum Newsfeed

StudiVZ macht Buschfunk zum Newsfeed

Ich habe gerade bei netzwertig gelesen, dass StudiVZ heute Nacht nun auch einen Newsfeed nach Facebook Vorbild eingeführt hat. So werden jetzt neben den Statusmeldungen im Buschfunk auch die News aus dem Netzwerk aufgezeigt. Jetzt kann man sagen: „Wurde auch Zeit!“ schließlich sind diese Statusmeldungen eigentlich ein enormer Mehrwert für die User bzw. den Betreiber. Schließlich sieht der Nutzer nun immer, was bei seinen Freunden so abgeht und wird passiv berieselt. So wird er ständig durch UGC „entertaint“ und verbringt mehr Zeit auf der Seite. Ob das nun so ist oder nicht, sei dahin gestellt, was aber Fakt ist, es ist halt auch wieder ein 1:1 kopiertes Feature von Facebook. Und bei Facebook funktioniert es super! Der ganze virale Effekt über die Apps und Pages wird dadurch erst spannend! Ganz zu schweigen vom „Like“-Button, der zur Zeit das Netz verändert. Aber es ist halt wieder nur nachgemacht!

Worauf ich hinaus will: Der Feed ist super, der Feed ist cool, aber er ist halt von facebook. Aus welchem Grund auch immer noch Leute in den VZ-Netzwerken sind, sie machen das scheinbar, weil sie nicht auf facebook sein wollen. Wenn die VZs jetzt noch mehr und noch mehr wie facebook wird, dann sagen sich die User doch entweder: „Dann geh ich doch lieber gleich zum Original“ oder „Dann geh ich halt auch nicht mehr ins VZ“! Beides Käse für Holtzbrinck und die VZ-Gruppe! Eigentlich müssten die VZler entlich mal sagen: Das sind unsere Unterschiede, da sind wir besser oder anders als Facebook; hier liegt unser Mehrwert. (Sorry, aber das bisschen Datenschutz auf der Fahne reicht da nicht aus!) Und wer weiß, vielleicht war die Entscheidung den Feed zu bringen auch der Grund für Jodok Batlogg vor zwei Wochen als CTO hinzuschmeißen.

Wie auch immer – ich denke, dass die VZs immer mehr ihre Chance in Deutschland verspielen eine Alternative zu Facebook zu sein. Wenn man schon die gleiche Zielgruppe hat, sollte man eine Alternative bieten und nicht jedes, wenn auch noch so gute, Feature kopieren!

Verfasst von: alexstengelin | 23. Juni 2010

Der Grundwehrdienst sollte abgeschafft werden


Ich habe gerade einen tollen Artikel bei Spiegel Online gelesen: „Die große Leere“ . Super Bericht über die Realität in Deutschen Kasernen und die Tatsache, dass niemand weiß, was man mit den Wehrdienstleistenden anstellen soll. Es kommt ganz klar raus, dass die jungen Männer neun, ab 1. Juli 2010 noch sechs, Monate nur gegen die Langeweile kämpfen müssen.

"Langweilen" beim Bund

"Langweilen" beim Bund

Was die Politik (CDU/CSU aber auch die SPD) nicht erkennen will, ist dass die Wehrpflicht nur noch ungerecht ist. Im Spiegel Artikel wird es gegen Ende angesprochen: 43 % jeden Jahrgangs sollen untauglich sein! Das ist so ein Schwachsinn. Das würde heißen, das unsere jungen Männer nur noch degenerierte  Schwachmaten bestünde. Ich kenne einige Leute, die in den letzten Jahren ausgemustert wurden. Das sind meist Sportler, mit denen man jeden Krieg gewinnen könnte, die aber mal irgendwann ne kleine Bänderdehnung oder ähnliches hatten. Die meisten Jungs von den 43 % sind topfit, nur sie passen halt nicht in die Quote. Lieber nach Hause schicken, als noch mehr durch den Grundwehrdienst schleifen. Wenn ich jetzt einen Sohn mit 18 Jahren hätte, der zum Bund müsste, würde ich ihm sagen: Verklag den Staat auf ein Einstiegsjahresgehalt! Die armen Teufel, die noch zum Bund müssen, haben aus purer Willkühr ein Jahr verloren. Auch wenn der Wehrdienst jetzt nur noch sechs Monate geht, die meisten Studiengänge fangen zum Wintersemester, fast alle Ausbildungen im September an. Die Wehrdienstleistenden werden um ein Jahr betrogen und sind ihren zu 43 % ausgemusterten Altersgenossen und sowieso allen Mädchen in ihrem Alter schlechter gestellt. Überall ein Jahr später dran! Deshalb: Einfach mal verklagen! Ungerechter kann es eh nicht mehr werden!

Meine Empfehlung:

Wehrpflicht abschaffen, Sozialpflicht einführen.

Anstatt beim Bund Eier zu schaukeln und damit auch nur ca. 28,5 % der Deutschen Jugend (also 57 % der Männer) zu einzuziehen, sollte jeder junge Mensch in Deutschalnd einfach mal einen gewissen Zeitraum lang (ob 12, 9 oder 6 Monate), soetwas wie den Zivildienst zu machen. Als Bürgerpflicht für ALLE Jungs und Mädels! Hier könnten die jungen Leute mal sehen, wie es im Leben zu geht und dass man einander helfen muss und wir alle mal alt, krank oder pflegebeürftig werden. Wer das nicht will: Die Bundeswehr nimmt dann Jahr für Jahr eine gewisse Zahl an Freiwilligen auf, die sich mindestens für 2 – 4 Jahre zum Wehrdienst verpflichten, damit da auch der Nachwuchs gesichert ist. Feuerwehr und Polizei bieten das ja jetzt schon.

Verfasst von: alexstengelin | 17. Juni 2010

Sportartikel Ausstatter der FIFA WM2010 Teams

Weil es mich interessierte und weil ich es nur von der WM 2006 gefunden hab, habe ich hier mal eine Aufstellung der Sportartikel Ausstatter der FIFA WM 2010 bzw. der jeweiligen Nationalteams aufgestellt. Die Sportartikel-Hersteller fahren ja Jahr für Jahr große Geschütze auf um dieses weltweite Sportereignis Marketing-Technisch gut zu nutzen. Adidas liegt mit 12 Nationalteams ganz vorne. Nike stattet neun Teams zur WM2010 aus und Puma hat dieses mal sieben Nationalmannschaften zu beliefern.

Was mir dabei auffällt: Puma ist wieder bei den Afrikanischen Mannschaften ganz groß und stattet vier der sechs Teams vom schwarzen Kontinent aus. Außerdem haben sie immernoch den Weltmeister Italien in ihren Reihen. Adidas hat mit Argentinien, Spanien und Deutschland die aktuell größten WM-Favouriten unter Vertrag, außerdem mit dem Gastgeber Südafrika und dem Weltmeister von 1998 Frankreich nochmal zwei sehr beobachtete Teams. Nike hat einen guten Mix aus großen Fussballnationen wie Brasilien, Niederlande oder Portugal, Angel-Sächsischen Klassikern wie USA, Australien und Neuseeland sowie mit Serbien und Slovenien zwei weitere interessante Europäische Mansnchaften. Die Engländer sind mit ihrem Ausstatter Umbro wieder bei den Exoten dabei. Wie Honduras, Nordkorea und Chile haben sie einen Ausstatter, der jeweils nur ein Team beliefert.

Mexico – Adidas
Frankreich – Adidas
Südafrika – Adidas
Argentinien – Adidas
Griechenland – Adidas
Nigeria – Adidas
Deutschland – Adidas
Japan – Adidas
Dänemark – Adidas
Paraguay – Adidas
Slovakei – Adidas
Spanien – Adidas

Slovenien – Nike
Südkorea – Nike
USA – Nike
Serbien – Nike
Australien – Nike
Niederlande – Nike
Neuseeland – Nike
Brasilien – Nike
Portugal – Nike

Algerien – Puma
Uruguay – Puma
Ghana – Puma
Kamerun – Puma
Italien – Puma
Elfenbeinküste – Puma
Schweiz – Puma

England – Umbro

Nordkorea – Legea

Chile – Brooks

Honduras – Joma

Verfasst von: alexstengelin | 15. Dezember 2009

Jetzt geht´s wieder los! Paid Content bei deutschen Online Ausgaben

Seit heute sind die regionalen und lokalen Inhalte von der Berliner morgenpost.de und des Hamburger abendblatt.de kostenpflichtig. 4,95 € bzw. 7,95 € wollen die beiden Online-Ausgaben aus dem Hause Springe im Monat für ihre Qualitätsjournalismus. Prinzipiell ist es nachvollziehbar. Die Erstellung des Contents kostet Geld und mit Display-Werbung als auch mit GoogleAds sind keine Traummargen wie in Printprodukten der 80er und 90er Jahre zu erzielen. Die Verlagshäuser haben sich in den Jahren in denen sie die Herren über mediale Verbreitung waren eine Kostenstruktur zugelegt, die im Web über Werbung nicht finanzierbar ist. Daher muss für den Inhalt bezahlt werden.

Für die Zeitung jeden Morgen im Briefkasten zahlen die Leute ja – da hat man aber auch was in der Hand! Allerdings deckt hier der Kaufpreis gerade mal die Produktion, die Lieferung und das Werbegeschenk alle zwei Jahre ab. Offline also im Print verlangen die Verlage Unsummen für die Anzeigen. Ob sie das Wert sind oder nicht, kann ich nicht entscheiden. Früher waren sie es in jedem Fall. Da gab es ja nichts anderes wo man Werbung machen konnte! Es gab nur die Zeitung um seine Anzeige unter zu bringen, deshalb hat man bezahlt was es kostete. Und so konnte man auch die Redakteure und Journalisten gut bezahlen. Aber jetzt ist das Internet! Jeder kann ein Medium sein. Inhalte sind überall, jeder Zeit und vielfältig vorhanden. Überregionale Nachrichten hat jede Zeitung im Web auf der ersten Seite – immer mit dem selben Bild, immer mit der selben dpa-Meldung. Das juckt keinen. Das einzig interessante, dass die Verlage noch haben sind die regionalen und lokalen Nachrichten. Die hat nicht jeder und in vielen Regionen Deutschland gibt es auch nicht viele Player auf dem Markt, die das überhaupt in der Qualität bieten könnten.

Jetzt soll dieser „letzte Wert“ versilbert werden. Das Problem ist, dass man das nicht gewohnt ist und die User daher den Aufstand proben. Wichtiger allerdings ist die Frage: Wie kommt man auf die Inhalte? Oft muss man dabei antworten: über Google! Und da liegt erstmal der Fehler im System. Wenn man sich Google nicht öffnet und seinen Content aufzeigt, bekommt man weniger User auf die Seite. Das ist schlecht für die Werbeeinnahmen sowie für die potentiellen Paid Content Kunden. Was hier bei morgenpost.de und abendblatt.de falsch läuft ist, dass man beides will: Paid Content und Google und das geht nicht. Das ist Verarsche! Denn wenn man direkt bei Google nach einem Artikel sucht, dann findet man ihn ohne Geld dafür zahlen zu müssen. So werden die Leute, die im Web nicht so findig sind, die Doofen sein und die anderen gehen halt über google auf die Artikel. Ganz oder gar nicht!

Ich möchte auch nicht für alles im Web bezahlen! Aber nicht alles ist über Werbung zu finanzieren. Lustiger Weise sind die User auch so weit dass sie auch die Werbung nicht akzeptieren. Ad-Blocker, Pop-Up Blocker usw. sind bei manchen Browsern sogar schon vorinstalliert. Was soll man da machen? Prinzipiell denke ich, dass wenn man als Hamburger jeden Tag das Abendblatt online gelesen hat, würde man auch 3- 5 € im Monat dafür zahlen können… 8 finde ich auch etwas viel. Ich würde dann aber goolge erstmal komplett rausschmeißen, denn verarschen darf man bei bezahlten Inhalten niemand! Zudem würde ich noch ein Credit-System einführen. Das man sich Inhalte „on-demand“ abrufen kann. So kann man die monatlich fixen kosten umgehen und wenn man wirklich mal was lesen will dann zahlt man halt die z.B. 0,50 € für den Artikel.

Ich denke dass es ein Versuch wert ist. Wenn es nicht klappt ist es wieder schnell abgeschafft, wenn man es aber nicht macht, dann berichtet bald halt niemand mehr regional! Das muss in den Köpfen ankommen.

Verfasst von: alexstengelin | 11. November 2009

Das Ende der zweistelligen Datumsangabe

Viele wird es wohl nicht interessieren, die meißten werden es für absolut irrelevant halten, aber mir ist gerade etwas aufgefallen und ich finde es toll. Seit dem ich es mitbekommen habe werden Jahreszahlen immer wieder abgekürzt. Die Fussball WM 1990 in Italien war immer schon die WM ’90. Die Olympischen Spiele 1996 in Atlanta waren Olympia ’96. Und in den Zweitausendern ging es gerade so weiter: WM ’06, Olympia ’08.

Na und? Mag man sich fragen. Aber spätestens mit dem Hype der zur Jahrtausendwende mit dem 00-Bug gemacht wurde und man Angst hatte, dass Flugzeuge abstürzen weil sie denken es wäre das Jahr 1900, hat jeder mitbekommen, dass die zwei Zahlen vor dem Jahrzehnt nicht ganz idiotisch sind, wie vielleicht mal gedacht.

Worauf ich hinaus will: Ab nächstem Jahr wird es erstmal für sicherlich 20 Jahre sehr ungeschickt sein, wenn man die beiden ersten Zahlen weg lässt. Olympia ’12 in London? Nein! 2012! WM ’10 in Südafrika? Hä äh… WM 2010! Dadurch, dass die Zahlen 10 bis sagen wir mal 20 oder 30 so oft vorkommen und auch nicht mehr durch eine Null separiert sind, kann man sich eigentlich kaum mehr erlauben die 20 vor dem genauen Jahr weg zu lassen. Und das ist gut so! Denn, wie im Jahr 00 … also 2000 … ärgert es Leute die im Informatik-Bereich mit Usern und deren  Datumseingabe arbeiten, wenn man das Jahr nur zweistellig in ein Eingabefeld einträgt. Deshalb sieht man neben solchen Feldern oft TT.MM.JJJJ oder sowas. Mit dem Tag und dem Jahr kommt man einstellig ja noch klar, ist ja jeden Monat 9 mal und immerhin auch von Januar bis September so… vorallem sind die Zahlen durch einen Punkt getrennt. Aber eine zweistellige Jahreszahl ist schon knifflig. Weil eigentlich will das System ja eine vierstellige, zur genauen Bestimmung. Das System fragt sich: „Was heißt denn jetzt bitte dieses 06 dahinten? Fehlt da noch was? Zwei Nullen hinten? Meinte der User das Jahr 600? oder 1906? 2006? Ich hoffe das Dilemma ist nachvollziehbar geworden!?

Also ich freu mich auf 2010 und darauf dass man in den nächsten Jahrzenten wohl nicht auf die Idee kommt eine Jahreszahl mit zwei Zeichen zu schreiben. Mal sehen, wie das dann so in 30 oder 40 Jahren wird, ob es dann heißt Olympia ’48 in Teheran oder so.

Verfasst von: alexstengelin | 1. September 2009

Lufthansa verschenkt 200.000 € auf Twitter

Die Lufthansa hat vor einigen Monaten Twitter entdeckt, wie so viele „Old Economy“ Unternehmen. Und Sie haben sich auch recht gut entwickelt, wie man hier sieht! Das ging aber wohl nicht schnell genug, dass sieht man auch an dem Ausschlag ab dem 18.07., was ist da passiert? @lufthansa_de hat sich zur Aufgabe gemacht mehr Follower zu generieren und das in schöner Twitter-Gewinnspiel-Manier: Jetzt Lufthansa_DE followen: Erreichen wir bis 31.8. die 10.000-Marke, verlosen wir 10×2 Freiflüge und 50 € LH-Gutscheine!“

Leider haben sie es jetzt bis gestern, trotz mehrfacher Erinnerungen, nicht geschafft auf die 10.000 Follower zu kommen. Dann kommt gestern das: Leider Ziel von 10.000 Followern nicht ganz erreicht, bedanken uns trotzdem mit 10.000 20 € Gutscheinen!“ Das ist doch der Hammer! Lufthansa verschenkt Gutscheine im Wert von 200.000 € einfach so auf Twitter!lufthansa Tweet für 200.000 €

Ich denke, dass die ganze Nummer ein Test ist. Seit Mai wird getwittert, jemand im oder bezahlt vom Unternehmen kümmert sich um den Twitter-Account und jetzt will die Marketing-Abteilung wissen, was es bringt. 7,826 Follower (Stand: 01.09.09 – 11:11 Uhr) sind schon nicht schlecht, aber wohl noch nicht das, wo man mit dem Account hin wollte. Jetzt nimmt das größte deutsche Luftfahrt-Unternehmen 200.000 Klötze in die Hand und will wissen, was an dem Hype von Twitter dran ist. Was sind schon die paar Euro, wenn man danach weiß, ob es sich lohnt weiter Zeit und Arbeitskraft in dieses Thema zu investieren oder ob man sich das erstmal die nachsten 12 Monate etwas distanzierter anschaut?

Ich hoffe, dass die 10.000 x 20,- € Gutscheine schnell unter die Leute gebracht werden – das hilft dann allen! Ein wenig schade ist nur, dass man die 20,- € bis Ende September gebucht haben muss.

Verfasst von: alexstengelin | 18. August 2009

Michaela Schaffrath zieht gegen Gimahhot vor Gericht

Sehr klug! Ich bin im April schon kurz auf den diesjährigen Gimahhot Aprilscherz eingegangen und empfand ihn, wie viele Andere, als guten Marketing-Gag. Nicht so locker sah das die gute Michaela Schaffrath, die Gimahhot aufgrund des Scherzes, der aus einem gefällschten Werbedeal mit der Ex-Gina Wild bestand, zuerst abgemahnt und jetzt auch noch verklagt hat.

Sicher, Frau Schaffrath möchte sich unter allen Umständen von ihrem lüsternen Alter Ego distanzieren. Sie möchte nicht mehr mit dem Pornostar der 90er in Verbindung gebracht werden und strebt ja schon seit geraumer Zeit eine Karriere als seriöse Schauspielerin an. Da sie jetzt auch im öffentlich-rechtlichen „Soap-Hit“ Marienhof für ein paar Folgen schauspielern kann, scheint der Schritt endlich geschafft. Da kommt so ein Aprilscherz nicht gut an.

Aber HEY, wie erbärmlich ist das bitte? Wie uncool, spießig und humorlos kann man sein, jemanden wegen eines Aprilscherzes zu verklagen!? Natürlich will sich Frau Schaffrath von Gina Wild lösen und natürlcih ist es dann blöd, wenn Gimahhot am 1. April das „M“ im Firmennamen durch ein „N“ ersetzt, aber bei jeder Talkshow, bei jedem Interview, bei fast allem, wo der Name Michaela Schaffrath fällt, wird auch „Gina Wild“ erwähnt. Warum? Weil die Gute durch Stefan Raab Ende der 90er zum absoluten deutschen Kultpornostar wurde. Bei TVtotal bekamen sie zum erstenmal nicht nur die Pornogucker sondern auch der Rest Deutschlands zu Gesicht. Seit dem kennt man sie hier! Vorher hätte doch nie jemand zugegeben sie zu kennen. Und wie die Menschen nunmal so sind… sie sind laaaAAAaaangsam! Wenn man also einmal als Pornostar abgespeichert wurde, dann kommt man aus der Ecke des Hirns halt schwer wieder raus. Deshalb wird man immer wieder mit seiner Vergangenheit in Verbindung gebracht und deshalb ist es, meiner Meinung nach, auch lächerlich, wenn man ein StartUp aufgrund einer Anspielung auf seine Vergangenheit abmahnt und verklagt!

Natürlich „darf“ das Unternehmen nicht so tun als würde Michaela Schaffrath für es Werbung machen und schon gar nicht mit der ungeliebten Pornovergangenheit! Aber am ersten April, mit einer Fotomontage, die jeder Hirsch als solche erkennt, sollte man darüber lachen und dem Gimahhot-Team lieber ein paar Michaela Schaffrath Mergendise Artikel zum verlosen schicken, damit in Zukunft alle blicken, dass man nicht mehr Gina Wild ist! Hier hat man eine Chance verpasst sich cool und sympathisch zu zeigen!

Das schreiben andere:

meedia.de: Michaela Schaffrath verklagt Gimahhot

promi.skins.be: Michaela Schaffrath will 40.000 Euro für Gina Wild-Aprilscherz

Verfasst von: alexstengelin | 22. Juli 2009

„Geht nicht wählen“ ist so ein erbämlicher Abklatsch!

Ich könnte so brechen!

Nach der blamablen Nummer mit der kopierten Obama Webseite von Dieter Althaus vor der Landtagswahl in Thüringen ist der jetzige „Nicht wählen“-Spot an Idiotie und Unkreativität wohl kaum mehr zu überbieten… aber ich lass mich auch gern vom weiteren Wahlkampf überraschen!

Zu den Fakten:

In den letzten Tagen ist im Web dieses Video aufgetaucht

nicht wählen

Irgendwelche mehr oder weniger bekannte Gesichter rufen dazu auf nicht zur Wahl zu gehen! Großartig… total gut! Aber der aufmerkasame Erdenbürger spührt da doch gleich ein unangenehmes Pochen in der Hirnrinde… da war doch mal was! Ja, nicht mal ein Jahr her, machen es die coolen Amis vor… nur cool! Am 1. Oktober 2008 wurde nämlich dieses Video, und danach noch einige andere, veröffentlicht.

not vote

Da erkennt nicht nur jeder die Ähnlichkeit, man fragt sich auch… „WIE, ZUM GEIER, KÖNNT IHR IDIOTEN DIE MESSAGE SO VERHUNZEN???“ Wo man bei den US-Amerikanischen Promis in jedem Satz die Ironie, den Sarkasmus um die Ohren geschmettert bekommt, sodass jeder Texanische Hillbilly die eigentliche Aussage rafft, bekommt man in der deutschen Copycat nichts von der Ironie mit und nicht mal eine „geheime Botschaft“ wird in irgendeiner Webseite verpackt. Klar soll es darum gehen, dass man doch wählen soll… das erkenne ich schon. Nur wird das a.) nicht jeder tun und viel schlimmer b.) warum macht man den selben Käse wie der, zwar ziehmlich coole, aber eben, schon mal weltweit-veröffentlichte Spot von den Amis?

Wahrscheinlich hat irgendeine findige, zu unrecht überteuerte Werbeagentur gesagt: „Wir machen es zwar genau gleich wie Hollywood, aber der Clue wird, dass wir am Anfang gar nicht sagen worum es geht. Wir lassen einfach weg, dass wir es gar nicht so meinen und bekommen dann viel größeres Echo, wenn wir den Pustekuchen auflösen! Das wird supi!“

Ja… Scheiße… ihr spielt hier mit einem der wichtigsten Güter unserer Demokratie! Wenn unsere Wählerstimme hier schlecht gemacht wird, ohne dass man klar checkt, dass es eigentlich nicht so gemeint ist, dann gibt es bei uns eben genug Deppen, die diesen Müll genau so glauben!  Auch wenn man in zwei Woche oder lassen wir es auch nur 5 Tage sein, eine zweite Version MIT Ironie, MIT Webadresse gepostet wird, dann haben den Spot jetzt dennoch schon genug Leute gesehen, die nächste Woche sagen: „Kenn ich schon! Man soll nicht zur Wahl gehen!“

Und davon abgesehen ärgert es mich maßlos, dass die Leute, die dieses Machwerk verbrochen haben, gleich wie die ganzen Deutschen Web 2.0-Copycats, der ganzen Welt zeigen, dass man nicht nach China schauen muss um billige Imitate zu finden! Egal, wer den Mist zu verantworten hat, er hat sich auch schon in seinem Wahlkreis über die bösen bösen Kopierer aus Fernost beschwert oder Beschwerden bekommen. Hier sollte die eigene Nase erstmal Ziel der nächsten Handlung sein!

Weitere Meinungen hierzu:

basicthinking

Augsburger Allgemeine

Freshzweinull

Netzeitung

und sicher noch viele mehr!

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