Verfasst von: alexstengelin | 15. Dezember 2009

Jetzt geht´s wieder los! Paid Content bei deutschen Online Ausgaben

Seit heute sind die regionalen und lokalen Inhalte von der Berliner morgenpost.de und des Hamburger abendblatt.de kostenpflichtig. 4,95 € bzw. 7,95 € wollen die beiden Online-Ausgaben aus dem Hause Springe im Monat für ihre Qualitätsjournalismus. Prinzipiell ist es nachvollziehbar. Die Erstellung des Contents kostet Geld und mit Display-Werbung als auch mit GoogleAds sind keine Traummargen wie in Printprodukten der 80er und 90er Jahre zu erzielen. Die Verlagshäuser haben sich in den Jahren in denen sie die Herren über mediale Verbreitung waren eine Kostenstruktur zugelegt, die im Web über Werbung nicht finanzierbar ist. Daher muss für den Inhalt bezahlt werden.

Für die Zeitung jeden Morgen im Briefkasten zahlen die Leute ja – da hat man aber auch was in der Hand! Allerdings deckt hier der Kaufpreis gerade mal die Produktion, die Lieferung und das Werbegeschenk alle zwei Jahre ab. Offline also im Print verlangen die Verlage Unsummen für die Anzeigen. Ob sie das Wert sind oder nicht, kann ich nicht entscheiden. Früher waren sie es in jedem Fall. Da gab es ja nichts anderes wo man Werbung machen konnte! Es gab nur die Zeitung um seine Anzeige unter zu bringen, deshalb hat man bezahlt was es kostete. Und so konnte man auch die Redakteure und Journalisten gut bezahlen. Aber jetzt ist das Internet! Jeder kann ein Medium sein. Inhalte sind überall, jeder Zeit und vielfältig vorhanden. Überregionale Nachrichten hat jede Zeitung im Web auf der ersten Seite – immer mit dem selben Bild, immer mit der selben dpa-Meldung. Das juckt keinen. Das einzig interessante, dass die Verlage noch haben sind die regionalen und lokalen Nachrichten. Die hat nicht jeder und in vielen Regionen Deutschland gibt es auch nicht viele Player auf dem Markt, die das überhaupt in der Qualität bieten könnten.

Jetzt soll dieser „letzte Wert“ versilbert werden. Das Problem ist, dass man das nicht gewohnt ist und die User daher den Aufstand proben. Wichtiger allerdings ist die Frage: Wie kommt man auf die Inhalte? Oft muss man dabei antworten: über Google! Und da liegt erstmal der Fehler im System. Wenn man sich Google nicht öffnet und seinen Content aufzeigt, bekommt man weniger User auf die Seite. Das ist schlecht für die Werbeeinnahmen sowie für die potentiellen Paid Content Kunden. Was hier bei morgenpost.de und abendblatt.de falsch läuft ist, dass man beides will: Paid Content und Google und das geht nicht. Das ist Verarsche! Denn wenn man direkt bei Google nach einem Artikel sucht, dann findet man ihn ohne Geld dafür zahlen zu müssen. So werden die Leute, die im Web nicht so findig sind, die Doofen sein und die anderen gehen halt über google auf die Artikel. Ganz oder gar nicht!

Ich möchte auch nicht für alles im Web bezahlen! Aber nicht alles ist über Werbung zu finanzieren. Lustiger Weise sind die User auch so weit dass sie auch die Werbung nicht akzeptieren. Ad-Blocker, Pop-Up Blocker usw. sind bei manchen Browsern sogar schon vorinstalliert. Was soll man da machen? Prinzipiell denke ich, dass wenn man als Hamburger jeden Tag das Abendblatt online gelesen hat, würde man auch 3- 5 € im Monat dafür zahlen können… 8 finde ich auch etwas viel. Ich würde dann aber goolge erstmal komplett rausschmeißen, denn verarschen darf man bei bezahlten Inhalten niemand! Zudem würde ich noch ein Credit-System einführen. Das man sich Inhalte „on-demand“ abrufen kann. So kann man die monatlich fixen kosten umgehen und wenn man wirklich mal was lesen will dann zahlt man halt die z.B. 0,50 € für den Artikel.

Ich denke dass es ein Versuch wert ist. Wenn es nicht klappt ist es wieder schnell abgeschafft, wenn man es aber nicht macht, dann berichtet bald halt niemand mehr regional! Das muss in den Köpfen ankommen.

Verfasst von: alexstengelin | 11. November 2009

Das Ende der zweistelligen Datumsangabe

Viele wird es wohl nicht interessieren, die meißten werden es für absolut irrelevant halten, aber mir ist gerade etwas aufgefallen und ich finde es toll. Seit dem ich es mitbekommen habe werden Jahreszahlen immer wieder abgekürzt. Die Fussball WM 1990 in Italien war immer schon die WM ‘90. Die Olympischen Spiele 1996 in Atlanta waren Olympia ‘96. Und in den Zweitausendern ging es gerade so weiter: WM ‘06, Olympia ‘08.

Na und? Mag man sich fragen. Aber spätestens mit dem Hype der zur Jahrtausendwende mit dem 00-Bug gemacht wurde und man Angst hatte, dass Flugzeuge abstürzen weil sie denken es wäre das Jahr 1900, hat jeder mitbekommen, dass die zwei Zahlen vor dem Jahrzehnt nicht ganz idiotisch sind, wie vielleicht mal gedacht.

Worauf ich hinaus will: Ab nächstem Jahr wird es erstmal für sicherlich 20 Jahre sehr ungeschickt sein, wenn man die beiden ersten Zahlen weg lässt. Olympia ‘12 in London? Nein! 2012! WM ‘10 in Südafrika? Hä äh… WM 2010! Dadurch, dass die Zahlen 10 bis sagen wir mal 20 oder 30 so oft vorkommen und auch nicht mehr durch eine Null separiert sind, kann man sich eigentlich kaum mehr erlauben die 20 vor dem genauen Jahr weg zu lassen. Und das ist gut so! Denn, wie im Jahr 00 … also 2000 … ärgert es Leute die im Informatik-Bereich mit Usern und deren  Datumseingabe arbeiten, wenn man das Jahr nur zweistellig in ein Eingabefeld einträgt. Deshalb sieht man neben solchen Feldern oft TT.MM.JJJJ oder sowas. Mit dem Tag und dem Jahr kommt man einstellig ja noch klar, ist ja jeden Monat 9 mal und immerhin auch von Januar bis September so… vorallem sind die Zahlen durch einen Punkt getrennt. Aber eine zweistellige Jahreszahl ist schon knifflig. Weil eigentlich will das System ja eine vierstellige, zur genauen Bestimmung. Das System fragt sich: „Was heißt denn jetzt bitte dieses 06 dahinten? Fehlt da noch was? Zwei Nullen hinten? Meinte der User das Jahr 600? oder 1906? 2006? Ich hoffe das Dilemma ist nachvollziehbar geworden!?

Also ich freu mich auf 2010 und darauf dass man in den nächsten Jahrzenten wohl nicht auf die Idee kommt eine Jahreszahl mit zwei Zeichen zu schreiben. Mal sehen, wie das dann so in 30 oder 40 Jahren wird, ob es dann heißt Olympia ‘48 in Teheran oder so.

Verfasst von: alexstengelin | 1. September 2009

Lufthansa verschenkt 200.000 € auf Twitter

Die Lufthansa hat vor einigen Monaten Twitter entdeckt, wie so viele „Old Economy“ Unternehmen. Und Sie haben sich auch recht gut entwickelt, wie man hier sieht! Das ging aber wohl nicht schnell genug, dass sieht man auch an dem Ausschlag ab dem 18.07., was ist da passiert? @lufthansa_de hat sich zur Aufgabe gemacht mehr Follower zu generieren und das in schöner Twitter-Gewinnspiel-Manier: Jetzt Lufthansa_DE followen: Erreichen wir bis 31.8. die 10.000-Marke, verlosen wir 10×2 Freiflüge und 50 € LH-Gutscheine!“

Leider haben sie es jetzt bis gestern, trotz mehrfacher Erinnerungen, nicht geschafft auf die 10.000 Follower zu kommen. Dann kommt gestern das: Leider Ziel von 10.000 Followern nicht ganz erreicht, bedanken uns trotzdem mit 10.000 20 € Gutscheinen!“ Das ist doch der Hammer! Lufthansa verschenkt Gutscheine im Wert von 200.000 € einfach so auf Twitter!lufthansa Tweet für 200.000 €

Ich denke, dass die ganze Nummer ein Test ist. Seit Mai wird getwittert, jemand im oder bezahlt vom Unternehmen kümmert sich um den Twitter-Account und jetzt will die Marketing-Abteilung wissen, was es bringt. 7,826 Follower (Stand: 01.09.09 – 11:11 Uhr) sind schon nicht schlecht, aber wohl noch nicht das, wo man mit dem Account hin wollte. Jetzt nimmt das größte deutsche Luftfahrt-Unternehmen 200.000 Klötze in die Hand und will wissen, was an dem Hype von Twitter dran ist. Was sind schon die paar Euro, wenn man danach weiß, ob es sich lohnt weiter Zeit und Arbeitskraft in dieses Thema zu investieren oder ob man sich das erstmal die nachsten 12 Monate etwas distanzierter anschaut?

Ich hoffe, dass die 10.000 x 20,- € Gutscheine schnell unter die Leute gebracht werden – das hilft dann allen! Ein wenig schade ist nur, dass man die 20,- € bis Ende September gebucht haben muss.

Verfasst von: alexstengelin | 18. August 2009

Michaela Schaffrath zieht gegen Gimahhot vor Gericht

Sehr klug! Ich bin im April schon kurz auf den diesjährigen Gimahhot Aprilscherz eingegangen und empfand ihn, wie viele Andere, als guten Marketing-Gag. Nicht so locker sah das die gute Michaela Schaffrath, die Gimahhot aufgrund des Scherzes, der aus einem gefällschten Werbedeal mit der Ex-Gina Wild bestand, zuerst abgemahnt und jetzt auch noch verklagt hat.

Sicher, Frau Schaffrath möchte sich unter allen Umständen von ihrem lüsternen Alter Ego distanzieren. Sie möchte nicht mehr mit dem Pornostar der 90er in Verbindung gebracht werden und strebt ja schon seit geraumer Zeit eine Karriere als seriöse Schauspielerin an. Da sie jetzt auch im öffentlich-rechtlichen „Soap-Hit“ Marienhof für ein paar Folgen schauspielern kann, scheint der Schritt endlich geschafft. Da kommt so ein Aprilscherz nicht gut an.

Aber HEY, wie erbärmlich ist das bitte? Wie uncool, spießig und humorlos kann man sein, jemanden wegen eines Aprilscherzes zu verklagen!? Natürlich will sich Frau Schaffrath von Gina Wild lösen und natürlcih ist es dann blöd, wenn Gimahhot am 1. April das „M“ im Firmennamen durch ein „N“ ersetzt, aber bei jeder Talkshow, bei jedem Interview, bei fast allem, wo der Name Michaela Schaffrath fällt, wird auch „Gina Wild“ erwähnt. Warum? Weil die Gute durch Stefan Raab Ende der 90er zum absoluten deutschen Kultpornostar wurde. Bei TVtotal bekamen sie zum erstenmal nicht nur die Pornogucker sondern auch der Rest Deutschlands zu Gesicht. Seit dem kennt man sie hier! Vorher hätte doch nie jemand zugegeben sie zu kennen. Und wie die Menschen nunmal so sind… sie sind laaaAAAaaangsam! Wenn man also einmal als Pornostar abgespeichert wurde, dann kommt man aus der Ecke des Hirns halt schwer wieder raus. Deshalb wird man immer wieder mit seiner Vergangenheit in Verbindung gebracht und deshalb ist es, meiner Meinung nach, auch lächerlich, wenn man ein StartUp aufgrund einer Anspielung auf seine Vergangenheit abmahnt und verklagt!

Natürlich „darf“ das Unternehmen nicht so tun als würde Michaela Schaffrath für es Werbung machen und schon gar nicht mit der ungeliebten Pornovergangenheit! Aber am ersten April, mit einer Fotomontage, die jeder Hirsch als solche erkennt, sollte man darüber lachen und dem Gimahhot-Team lieber ein paar Michaela Schaffrath Mergendise Artikel zum verlosen schicken, damit in Zukunft alle blicken, dass man nicht mehr Gina Wild ist! Hier hat man eine Chance verpasst sich cool und sympathisch zu zeigen!

Das schreiben andere:

meedia.de: Michaela Schaffrath verklagt Gimahhot

promi.skins.be: Michaela Schaffrath will 40.000 Euro für Gina Wild-Aprilscherz

Verfasst von: alexstengelin | 22. Juli 2009

„Geht nicht wählen“ ist so ein erbämlicher Abklatsch!

Ich könnte so brechen!

Nach der blamablen Nummer mit der kopierten Obama Webseite von Dieter Althaus vor der Landtagswahl in Thüringen ist der jetzige „Nicht wählen“-Spot an Idiotie und Unkreativität wohl kaum mehr zu überbieten… aber ich lass mich auch gern vom weiteren Wahlkampf überraschen!

Zu den Fakten:

In den letzten Tagen ist im Web dieses Video aufgetaucht

nicht wählen

Irgendwelche mehr oder weniger bekannte Gesichter rufen dazu auf nicht zur Wahl zu gehen! Großartig… total gut! Aber der aufmerkasame Erdenbürger spührt da doch gleich ein unangenehmes Pochen in der Hirnrinde… da war doch mal was! Ja, nicht mal ein Jahr her, machen es die coolen Amis vor… nur cool! Am 1. Oktober 2008 wurde nämlich dieses Video, und danach noch einige andere, veröffentlicht.

not vote

Da erkennt nicht nur jeder die Ähnlichkeit, man fragt sich auch… „WIE, ZUM GEIER, KÖNNT IHR IDIOTEN DIE MESSAGE SO VERHUNZEN???“ Wo man bei den US-Amerikanischen Promis in jedem Satz die Ironie, den Sarkasmus um die Ohren geschmettert bekommt, sodass jeder Texanische Hillbilly die eigentliche Aussage rafft, bekommt man in der deutschen Copycat nichts von der Ironie mit und nicht mal eine „geheime Botschaft“ wird in irgendeiner Webseite verpackt. Klar soll es darum gehen, dass man doch wählen soll… das erkenne ich schon. Nur wird das a.) nicht jeder tun und viel schlimmer b.) warum macht man den selben Käse wie der, zwar ziehmlich coole, aber eben, schon mal weltweit-veröffentlichte Spot von den Amis?

Wahrscheinlich hat irgendeine findige, zu unrecht überteuerte Werbeagentur gesagt: „Wir machen es zwar genau gleich wie Hollywood, aber der Clue wird, dass wir am Anfang gar nicht sagen worum es geht. Wir lassen einfach weg, dass wir es gar nicht so meinen und bekommen dann viel größeres Echo, wenn wir den Pustekuchen auflösen! Das wird supi!“

Ja… Scheiße… ihr spielt hier mit einem der wichtigsten Güter unserer Demokratie! Wenn unsere Wählerstimme hier schlecht gemacht wird, ohne dass man klar checkt, dass es eigentlich nicht so gemeint ist, dann gibt es bei uns eben genug Deppen, die diesen Müll genau so glauben!  Auch wenn man in zwei Woche oder lassen wir es auch nur 5 Tage sein, eine zweite Version MIT Ironie, MIT Webadresse gepostet wird, dann haben den Spot jetzt dennoch schon genug Leute gesehen, die nächste Woche sagen: „Kenn ich schon! Man soll nicht zur Wahl gehen!“

Und davon abgesehen ärgert es mich maßlos, dass die Leute, die dieses Machwerk verbrochen haben, gleich wie die ganzen Deutschen Web 2.0-Copycats, der ganzen Welt zeigen, dass man nicht nach China schauen muss um billige Imitate zu finden! Egal, wer den Mist zu verantworten hat, er hat sich auch schon in seinem Wahlkreis über die bösen bösen Kopierer aus Fernost beschwert oder Beschwerden bekommen. Hier sollte die eigene Nase erstmal Ziel der nächsten Handlung sein!

Weitere Meinungen hierzu:

basicthinking

Augsburger Allgemeine

Freshzweinull

Netzeitung

und sicher noch viele mehr!

Verfasst von: alexstengelin | 2. Juli 2009

Webseiten der Zukunft- Muchas Maracas AXE

Gerade eben habe ich via @butterplanet den Link zur Webseite des neuen Duschgels von AXE – Hot Fever bekommen: Muchas Maracas

Muchas Maracas - AXE Hot Fever - Webseite

Muchas Maracas - AXE Hot Fever - Webseite

Mal abgesehen davon, dass gleich wieder einige „DUMM“, „SEXISTISCH“, „FRAUENFEINDLICH“ schreien, finde ich die Seite ansich einfach genial. as was die Agentur Dokyo mit ihrer Internetagentur LA RED für ihren Kunden AXE erstellt hat, ist ein Blick in zukünftige Webwelt sein. Film- und Internetseiten verschmelzen immer weiter. Es geht nicht mehr um einen statischen Player, der ein Filmchen abspielt. Die ganze Seite ist ein einziger Film. Letztes Jahr hat Coca-Cola schon mit ihrem Coke Zero Game schon zu Fussball EM 2008 ein sehr geilen Mix aus Film und Game bereit gestellt. Aber das ist jetzt eine Webseite, die komplett als Film abläuft… ich find´s sehr sehr geil!

Ich denke in Zukunft wird das noch viel viel mehr kommen. Es wird ja schon ewig diskutiert, wann das Internet und das Fernsehen Eins werden. Werbung zwischen Filmen könnte in Zukunf im TV so ablaufen, wie jetzt schon die Webseite von AXE und ihren Maracas! Wie toll das wird, wenn man sich von Werbung nicht mehr berieseln lassen muss, sondern mitwirken kann und mitten drin ist.

Mir gefällt sowas!

Verfasst von: alexstengelin | 24. Juni 2009

Southside 2009: Videos, Bilder und schmerzender Rücken

Mein Southside Festival kam dieses Jahr leider nicht an 2008 ran. Das lag natürlich hauptsächlich an meinen Schmerzen durch meinen Unfall und dem schlechten Wetter! Dennoch war es genial gut. Auch wenn dieses Jahr für mich eher das Highlight auf dem Zeltplatz lagen, wie auch hier beschrieben wird.

Southside 2009 Konzert im Regen

Southside 2009 Konzert im Regen

Besonders geil fand ich diese Gumminball Aktion auf dem Southside 2009, in die ich reingestolpert bin. Aber auch einige Konzerte waren der Hammer!

Hab hier auch ein paar Videos die ich von Den Ärzten, Fettes Brot und Kings of Leon gemacht hab. Leider konnte ich nicht viel mehr Konzerte anschauen, vor allem nach dem Samstag. Mein Rücken war total verspannt.

Verfasst von: alexstengelin | 14. Juni 2009

Zustandsbericht

Es geht!

Ich  war ein gesunder Mensch – immer. Konnte mich glücklich schätzen nie an längeren Erkrankungen, Verletzungen oder Wunden heilen zu müssen. „Es geht“ gab es eigentlich nie. Mir ging es immer hervorragend!

Mein Unfall ist nunmehr 16 Tagen her und ich werde ungeduldig. Ich bin es nicht gewöhnt krank zu sein. Ich bin glücklich – ich muss es sein.  Ich falle 10 Meter tief von einer Leitblanke in eine Unterführung. Im freien Fall werde  ich abrupt von einer Betonwand und meinem Sicherheitsgurt abgebremst … natürlich schmerzt dann die Lunge! Auch noch  16 Tage danach! Das keine Rippe geprellt, gebrochen oder geborsten ist, ist traumhaft. Dass das eingedrückte Dach meines Astras mir nicht den Kopf zerschlagen hat, ist fantastisch. Dass ich weder schwere Knochenbrüche, noch ein Querschnittslehmung oder gar meinen Tod erleiden musste ist kaum vorstellbar schön.

Natürlich bin ich glücklich, dass es so ist, wie es ist, aber jetzt liege ich wach, bin mit Schmerzmitteln einigermaßen auf dem Kurs , aber spüre bei jedem tiefen Atemzug, bei jedem husten oder gar niesen, das meine Lunge fast zerreißt. Das nervt mich. Mittlerweile bilde ich mir sogar ein, dass ich meinen angebrochenen Halswirbel ständig knarren höre und hab das mulmige Gefühl, mein Kopf könnte abfallen.

Natürlich sind das nur Gedanken, aber ich merke schon, dass mich der Unfall langsam einholt. Ich bekomme schon ein seltsames Gefühl, wenn ich als Beifahrer merke, dass wir dem Fahrbahnrand einen Tick zu nahe kommen. Natürlich holt mich der Unfall ein. Ich versuche seit drei Stunden zu schlafen und das einzige, was mich beschäftigt ist dieser verdammte Abflug,  das schlirrende Geräusch auf der Leitplanke und der schwerelos anmutende Fall auf eine, von der Verwitterung schwarz gefärbte Unterführungsmauer.

Naja… jetzt hab ich der ganzen Sache mal etwas Luft gemacht und hoffe nun schlafen zu können. Schließlich bin ich sonst ja ein gesunder junger Mann. Und glücklich bin ich auch!

Verfasst von: alexstengelin | 31. Mai 2009

Der Heimweg von der Webinale

Nach meinem Besuch auf der Webinale und meinen Problemen beim dort hin kommen war der  Flug in Ordnung. Erst nach der Autobahn hatte ich einen Zwischenfall. Nach einer kurzen Unaufmerksamkeit, passierte das:

Alex baut nen Unfall

Zum Artikel

Zum Glück war ich angeschnallt, nicht zu schnell und hatte scheinbar eine Armee von Schutzengeln an meiner Seite. Heute wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen. Ich habe eine Prellung des Brustkorbs und der Lunge sowie einen leicht angebrochenen 4ten Halswirbel. Außerdem einige kleine Kratzer und Blaue Flecken. Aber das ist in Anbetracht meines Abflugs extrem leicht zu verkraften. Im Verhältnis fehlt mir nichts!

Ich freue mich, dass ich am Leben bin und ich keine bleibenden Schäden behalte.

Verfasst von: alexstengelin | 31. Mai 2009

Mein Weg zur Webinale

Montag morgen. Extra schon auf 4 Uhr den Wecker gestellt, damit ich auch pünktlich und ohne Gehetze meinen Flug um 6:50 Uhr von Stuttgart nach Berlin bekomme. Ich hatte aber schon auf der Fahrt im Radio mitbekommen, dass das heute mit dem Fliegen von Stuttgart so eine Sache werden könnte. Die Fluglotsen streikten und nur 25 % der Flüge sollten abgefertigt werden. Naja, dachte ich, ich hab doch fast immer Glück, schließlich hatte ich auch das Ticket zur Webinale gewonnen,  warum nicht auch heute. Und so fühlte ich mich dann, bereits im Flughafen, bestätigt, als mein Flug als einziger der naheliegenden Gates zum Boarding aufgerufen wurden. Als wir dann aber in der Maschine saßen, hat uns der Captaiin persönlich in der Kabine stehend begrüßt und nicht, wie gewohnt, aus dem Cockpit. Wir seien auch vom Streik betroffen und würden wohl erst in ca. 2 Stunden abheben können. Na toll! Das hieß, dass ich den Start des Webinale Startup-Day schon mal verpassen würde.

Da wir ja nicht starteten mussten wir auch nicht unsere „Electronic Divices“ ausschalten und so konnte ich schön twittern, was so alles in Stuttgart am Flughafen passierte. Nach einiger Zeit klingelte dann man Handy! „Hallo, hier ist Hitradio Antenne 1. Ist da der Alex?“ Das Radioteam von Antenne 1 las bei Twitter mit und hatte entdeckt, dass ich einer der Betroffenen bin. Das war Grund genug, um mit mir ein Interview zu führen. Das fand ich schon aml sehr cool! Als dann, nach ca. 2 Stündigem Warten eigentlich unser verspäteter Abflugtermin anstand, meldete sich unser Captain, leider wieder aus dem Cockpit, zu Wort. Es wäre ihm fast peinlich, aber bei den letzten Checks vor dem Abflug sei ein Hydraulikleck entdeckt worden und die Maschine könne wohl heute nicht mehhr fliegen. Wir sollen aber Geduld haben, man würde versuchen eine andere Maschine her zu holen. Das mußte natürlich wieder getwittert werden und prompt rief auch wieder Obermann vom Antenne 1 an. Das zweite Interview an diesem Morgen.

Im Flugzeug wartend im Streik

Im Flugzeug wartend im Streik

Als ich kurz davor war zu sagen: „Leckt mich Leute, ich geh nach Hause!“ (Zitat: Eric Cartman) meldete sich wieder unser Captain und sagte, dass das Leck gefixt sei und wir sofort starten können! Super! Um 11 Uhr, drei Stunden nach der geplannten Ankunft war ich dann endlich in Berlin und konnte zur Webinale!

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